Der SV Refrath unterliegt im Kreispokal Halbfinale am Heuweg, dem TuS Marialinden mit 2:4 (0:1, 2:2) nach Verlängerung. Erst die beiden Treffer von Linus Werner (100. Min.) und Jens Käbbe (114. Min.) sicherten Marialinden den Einzug in das Finale. Gegner ist dann TuS Homburg-Bröltal, die den FV Wiehl im Elfmeterschießen mit 4:6 besiegen konnten.
Rund 300 Zuschauer sahen in Frankenforst eine packende Pokalbegegnung der beiden Bezirksligisten über 120 Minuten. “Das war mit das beste Amateurspiel, das ich in den letzten Jahren gesehen habe!”, so Bensbergs Vorsitzender Michael Thelen.
Auf dem recht knapp bemessenen Ascheplatz am Heuweg egalisierten sich beide Teams zunächst in der Anfangsphase. Die erste Chance des Spiels hatte Tim Kemmerling von Marialinden, dessen Schuss aber nur den Pfosten traf. Nach einem Gewühl im Strafraum von Marialinden erzielte dann Daniel Eck in der 25. Minute die 1:0 Führung für den SV Refrath. Kurz vor der Pause dann ein Schockmoment für Linus Werner von Marialinden, der sich nach einem unglücklichen Tritt auf den Ball das Knie verdrehte, kurz darauf aber glücklicherweise weiter spielen konnte.
Nach der Pause zeigte dann Refraths Keeper Julius Engelhardt hohe Torwartkunst. Mit blitzschnellen Reaktionen und Paraden hielt der Refrather Stammkeeper sein Team im Rennen. Und doch schaffte es Thorsten „Totti“ Meurer in der 55. Minute Engelhardt zu überwinden und glich zum 1:1 aus. Nur 10 Minuten später bringt Sebastian Kels den SV Refrath nach einem Freistoß, per Kopf erneut in Führung. Beide Teams erspielten sich weitere Chancen und Refrath drückte nun aufs Tempo. In der 87. Min wusste sich Gero Groß nicht anders zu helfen und hielt einen Marialindener Spieler am Trikot. Da bereits zuvor verwarnt, musste Groß mit gelb/rot vom Feld. Den anschließend getretenen Freistoß nutzte Alex Röger und traf per Kopf zum 2.2 Ausgleich. Während der Nachspielzeit hatte Refrath dann noch einen Lattentreffer zu verbuchen.

Linus Werner brachte Marialinden mit einem sehenswerten Treffer in der Verlängerung auf die Siegerstraße
In der Verlängerung gewann Marialinden mehr und mehr Spielanteile und bewies große Cleverness. Der neu Marialindener Linus Werner zeigte in der 100. Minute seine Klasse, indem er einen langen Ball annahm, kurz anlupfte und dann Volley im Tor versenkte. Die erstmalige Führung von TuS Marialinden in dieser Partie. Refrath machte nun hinten auf und stemmte sich mit 9 Feldspielern plus Torwart in die Offensive. Marialinden konterte clever und hätte in der 113. fast auf 2:4 erhöht. Ein glasklares Abseits, wurde vom Schiedsrichtergespann zuvor allerdings nicht gepfiffen und nach langer Diskussion entschied man auf Einwurf. Kuriose Entscheidung eines teilweise überforderten Schiedsrichter Gespanns. Nur eine Minute später gelang es Jens Käbbe dann den Sack endgültig zu zu machen, als er alleine auf das verwaiste Tor des aufgerückten Engelhardt zu lief und den Ball lediglich zum 2:4 Endstand einrollen musste.
Der SV Refrath erhofft sich nun im Spiel um den 3.Platz, den verbleibenden Slot zum FVM Pokal zu schnappen. Gegner ist dann der FV Wiehl, der sich im anderen Halbfinale Homburg-Bröltal im Elfmeterschießen geschlagen geben musste.
Tore:
1:0 Daniel Eck (25.)
1:1 Thorsten Meurer (55.)
2:1 Sebastian Kels (65.)
2:2 Alex Röger (87.)
2:3 Linus Werner (100.)
2:4 Jens Käbbe (114.)
SV Refrath
Engelhardt, Kels, Groß, Langmann, Annas, Eck, Groß, Argomad, Peppel (55,Rath), Rockel (70. Müller), Spessert (75.Havermann).
TuS Marialinden
Katzorke, Peters, Dietz, Spanier, Meurer, Röger, Widera, Weber, Wrner, Kemmerling, Wollmeroth
Halbfinale
SV Refrath – TuS Marialinden 2:4 n.V.
FV Wiehl – TuS Homburg-Bröltal 4:6 n.E.
Spiel um Platz 3 (Montag, 3. Oktober 2011)
SV Refrath – FV Wiehl (neutraler Platz)
Finale (Montag, 3. Oktober 2011)
TuS Marialinden – TuS Homburg-Bröltal (neutraler Platz)
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