
Am Wochenende startet endlich die mit Spannung erwartete Saison für die bergischen Bezirksligisten.
Am Wochenende startet endlich die mit Spannung erwartete Saison für die bergischen Bezirksligisten. Vorbereitungsresultate und Pokalerfolge werden dann schnell zur Makulatur. Der Ligabetrieb hat halt seine eigenen Gesetze. Fragen beschäftigen uns: Wie stark wird der Aufsteiger SV Refrath sein? Spielt der TuS Marialinden in der neuen Saison um den Aufstieg mit? Am Samstag und Sonntag wird es erste Antworten darauf geben. Den Auftakt macht der TuS Marialinden mit der offiziellen Saisoneröffnung.
TuS Marialinden – Wahlscheider SV (Anstoß Sa. 17:45 Uhr). Die Vorbereitung insbesondere die Pokalrunde lief blendend für den TuS Marialinden. Verbandsligist Bergneustadt wurde in die Schranken gewiesen und nach dem klaren 5:1 Sieg am Dienstag in Drabenderhöhe hat der TuS das Viertelfinale erreicht. Also allen Grund zufrieden zu sein. „Wir haben sehr gute Spieler mit Linus Werner, Alex Röger und Benni Weber dazubekommen, das wollen wir gar nicht verhehlen. Aber die Saison wird mit Sicherheit kein Selbstläufer. Es ist ein Marathonveranstaltung und das schaffen wir nur mit einem starken Kollektiv und wenn alle Spieler weitestgehend gesund und fit bleiben“, fasst TuS-Coach Heinz-Peter Müller zusammen. Den Gast aus Wahlscheid schätzt der erfahrene Coach als junge, laufstarke Truppe ein, die von der Aufstiegseuphorie getragen wird. „Die werden schwer zu spielen sein aber dessen müssen wir uns bewusst sein und einen positiven Akzent am ersten Spieltag setzten“, so der Marialindener Coach. Die Saisoneröffnung zum 65. Geburtstag des TuS beginnt schon um 15 Uhr u.a. mit dem Spiel der II. Mannschaften und einem bunten Programm.
SV Refrath – SpVgg Porz (So. 15 Uhr). Die Euphorie in Refrath in deutlich spürbar. Nach drei Jahren in der Kreisliga A mit Coach Oliver Bonato brennen die Männer vom Heuweg auf die erste gemeinsame Bezirksligasaison. Facebook-Nutzer wissen es schon seit der Bekanntgabe der Spielpläne, fast täglich wird gepostet das der SVR am Sonntag die Saison mit einem Heimspiel am Heuweg gegen Porz beginnt. Eine starke Vorbereitung kann man dem Aufsteiger bestätigen, der nach dem Sieg in Holpe-Steimelhagen (Tor: Marius Wilke) ebenfalls im Viertelfinale des Kreispokals steht. In der kompletten Vorbereitung gab es nur Erfolgserlebnisse u.a. mit dem Turniersieg in Jan Wellem und gleiches gilt natürlich für den Pokal. Die Neuzugänge haben einen guten Eindruck hinterlassen und somit ist alles für den Saisonstart bereit. „Wenn alle voll mitziehen können wir unter die ersten acht Teams kommen. Wichtig ist für uns natürlich auch das die tolle Zuschauerunterstützung weiter anhält“, so SVR-Coach Oliver Bonato, der Sebastian Kels als den Gewinner der Vorbereitung sieht. „Der hat nach A-Jugend Bundesliga beim SV 09 zwei Jahre pausiert und ich habe noch nie einen so jungen aber zugleich erfahren Spieler gesehen“, so Oliver Bonato. Verletzungsbedingt fehlen noch Sebastian Nett, Roland Neff und Daniel Eck. Aber durch den breiten Kader können auch die fünf Urlauber noch gut aufgefangen werden.
Heiligenhauser SV – SC Rondorf (So. 15 Uhr). Der HSV erwartet zum Start mit dem SC Rondorf ein Team das drei Mal in Folge aufgestiegen ist und sich auch in dieser Saison weiter verstärkt hat. „Die Vorbereitung war durchwachsen, wir haben viele Neuzugänge und einiges ausprobiert aber all das zählt am ersten Spieltag nicht mehr. Wir gehen in das Heimspiel mit dem Anspruch einer Mannschaft die oben mitspielen will und wollen drei Punkte zum Auftakt holen“, so Interimscoach Patrick Knobel, der das in Urlaub befindliche Trainergespann Raimund Kiuzauskas / Ansgar König für zwei Wochen vertritt. Ob allerdings alle fünf gleich- oder höherklassigen Neuzugänge von Beginn an auflaufen werden lässt der Trainerfuchs offen.
SV Frielingsdorf – TuS Homburg-Bröltal (So. 15 Uhr). Zum Auftakt stellt sich beim SVF gleich ein richtig starker Gegner vor. Unter der Woche gab es noch die Saisoneröffnung gegen den NRW-Ligisten SV Bergisch Gladbach 09 und die drei Klassen höher spielenden Gäste setzten sich standesgemäß mit 8:0 Toren durch. Doch bei der Partie vor 200 Zuschauern stand eh der gute Zweck im Vordergrund. „Es war aber auch für uns nochmal eine richtig gute Einheit vor dem Start, leider haben wir aber einige Verletzungssorgen, die uns bei unserem kleinen Kader besonders hart treffen“, so Coach Maik Alzer. Mit Robert Bolz, André Manske, Johannes Kisseler (alle verletzt) und Alexander Mertens (Studium) fehlen vier wichtige Akteure. „Homburg-Bröltal ist für mich neben dem TuS Marialinden einer der großen Aufstiegsfavoriten. Deshalb ist es mir lieber wir spielen direkt am ersten Spieltag gegen die Bröltaler. Aber wir haben in diesem Spiel nichts zu verlieren. Eine Seuchenhinrunde wie letzte Saison will ich aber nicht mehr erleben“, so Maik Alzer.
CfB Ford Köln-Niehl – TuS Lindlar (So. 15 Uhr). In der Vorbereitung hat Lindlars Coach Werner Thieß: „Bei einigen den letzten Einsatz vermisst“. Es hat aber auch klare Gewinner der Vorbereitung gegeben. So konnten die beiden Neuzugänge Robin Theisen und Michael Krestel überzeugen und ganz besonders erfreulich hat sich mit Carsten Lenort auch ein Eigengewächs, das frisch aus der A-Jugend kommt nach vorne gespielt. Die Auftaktpartie hat es aber in sich für die Lindlarer. „Wir haben im Pokalspiel in Bröltal schon einen Vorgeschmack bekommen und Niehl mit dem Aschenplatz ist auch ein heißes Pflaster, wir müssen da auf alles gewappnet sein und die Contenance bewahren“, warnt Lindlars Coach Werner Thieß nicht ohne Grund. Jendrik Müller fällt mit seiner Rotsperre nach dem Pokalspiel in Bröltal noch aus und weiter ist noch Hakan Gürsoy angeschlagen, ein Einsatz für ihn kommt noch zu früh. Neben Marialinden und Homburg-Bröltal hat Lindars Coach noch den Aufsteiger SC Rhondorf auf der Favoritenliste. Er rechnet aber insgesamt mit einer ausgeglichenen aber stärkeren Liga als im Vorjahr.